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- Wichtige Hinweise in letzter Minute:
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- - Mit TOS 1.4 (bzw. 1.04) kann es in seltenen Fällen passieren, daß die TeX-
- Shell beim Starten mit Bomben und Trompeten abstürzt. Das ist ein bekannter
- Betriebssystem-Fehler, der beim Laden der Ressource-Datei bzw. bei Verwen-
- dung der Funktion shel_find() auftreten kann. In diesem Fall sollte man
- einfach TOS14FIX.PRG in den Auto-Ordner stecken, dann ist der Fehler beho-
- ben.
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- - TT-Besitzer sollten die TeX-Shell im ST-RAM laufen lassen, da es sonst
- passieren kann, daß METAFONT seine RSC-Datei nicht findet. Alternativ kann
- man METAFONT den Ort der RSC-Datei über die Environment-Variable MF_RESOURCE
- mitteilen, dann kann man die Shell auch in das TT-RAM legen (sowohl Code
- als auch Daten). METAFONT läuft ohne Probleme im TT-RAM.
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- - METAFONT verwendet nach dem "5+3-Coup" der IBM PC- und Großrechnerwelt
- (Dresden, September 1991) nun auch diese Regel, versteht allerdings aus
- Kompatibilitätsgründen auch die alte Version (Abschneiden des Dateinamens
- nach dem achten Zeichen).
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- Die "5+3"-Regel funktioniert wie folgt: Alle Dateinamen, die (ohne Exten-
- sion) länger als 8 Zeichen sind, werden verkürzt auf die ersten 5 und die
- letzten 3 Zeichen des Namens (zum Beispiel "lcirclew10.mf" -> "lcircw10.mf").
- Wenn eine Datei mit diesem Namen nicht gefunden wird, wird der Original-
- name probiert (wird normalerweise vom Betriebssystem auf die ersten 8
- Zeichen abgeschnitten, im obigen Beispiel "lcirclew.mf", die Größenangabe
- wird abgeschnitten!). Achtung: alle erzeugten Ausgabedateien verwenden
- die "5+3"-Regel, weil diese zuerst ausprobiert wird, und normalerweise
- immer Erfolg hat.
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- Da auch diese Regelung nicht ganz ohne Kompatibilitätsprobleme bleibt
- (solange nicht die ganze Welt diese Regel anwendet, und danach sieht es
- momentan nicht aus), sollte auf alle Fälle bei neu eingeführten Datei-
- namen eine Beschränkung auf 8 Zeichen erfolgen. Es wird im Laufe der
- Zeit auch versucht, die bestehenden Namen zu ändern (z.B. LaTeX-lcircle,
- Pandora-Fonts), so daß auch diese ohne die "5+3"-Regel auskommen. Diese
- Regel sollte ganz klar als Notbehelf verstanden werden, solange es noch
- zu lange Dateinamen gibt.
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- Installation Schritt für Schritt:
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- Wer sich mit dem System noch nicht auskennt, sollte von dieser Installations-
- Prozedur so wenig wie möglich abweichen.
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- 1. Einen passenden Platz auf der Festplatte suchen. Im Idealfall sollten
- zumindest vorübergehend ungefähr 2,85 MByte frei sein, bei Verwendung
- komprimierter Zeichensätze reduziert sich der Platzbedarf auf ca. 1,75 MByte
- (der genaue Platzbedarf kann im Installations-Skript metafont.ins auf der
- ersten Diskette nachgesehen werden, er wird aber sowieso auch vom Install-
- Programm überprüft). Im Folgenden wird als Beispiel der Ordner E:\MF\
- verwendet. In diesem Ordner steht nach Beendigung der Installation das
- komplette METAFONT-System, das Programm selbst steht z.B. in
- E:\MF\METAFONT.PRG.
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- 2. Diskette 1 einlegen
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- 3. Programm INSTALL.PRG starten
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- 4. Es erscheint eine Fileselektorbox, in der man das Install-Skript, hier
- also METAFONT.INS, auswählen muß.
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- 5. In der nun dargestellten Dialogbox wird man nach den gewünschten Optionen
- gefragt. Das komplette Paket besteht aus zwei Teilen, dem Basispaket (das
- METAFONT-System) und der TeX-Shell. Beide Pakete können zusammen oder einzeln
- getrennt installiert werden. Im Normalfall sollten beide Pakete zusammen
- installiert werden. Hier kann man außerdem auswählen, ob die MF-Dateien
- (Font-Sourcen) komprimiert oder im ausgepackten Zustand auf der Platte
- abgelegt werden sollen. Wer den Platz zur Verfügung hat, sollte die Zeichen-
- sätze gleich beim Installieren auspacken lassen, dann muß man dies später
- nicht einzeln von Hand erledigen, wenn man mal in einen Zeichensatz genauer
- reinschauen will oder die dazugehörige Readme-Datei lesen will. Kurz: Im
- einfachsten Fall muß der Benutzer an den Default-Einstellungen nichts ändern.
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- 6. Nachdem die Dialogbox mit OK beendet wurde, muß noch der unter (1) gewählte
- Ort auf der Platte angegeben werden, wohin das Installprogramm die neuen
- Sachen kopieren soll. Dazu wählt man z.B. das Laufwerk E: und das Verzeichnis
- MF in der Fileselektorbox an. Falls der oberste Ordner (E:\MF) noch nicht
- vorhanden ist, muß er als Dateiname in der Fileselektorbox angegeben werden,
- er wird dann vom Programm erzeugt.
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- ACHTUNG: In früheren Versionen des Installationsprogrammes wurde automatisch
- ein "oberster Ordner" METAFONT erzeugt, in den das System hineinkopiert
- wurde, ob der Benutzer wollte oder nicht. Nun muß dieser Ordner explizit
- angegeben werden, falls das METAFONT-System in einem METAFONT-Ordner (bzw.
- MF-Ordner) versteckt werden soll!
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- 7. Die Installation läuft nun vollautomatisch. Nach einiger Zeit wird der
- Benutzer aufgefordert, die zweite Diskette einzulegen.
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- -------------- TeX-Shell
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- 8. Nach vollendeter Installation muß man ggfs. noch die TeX-Shell installieren.
- Dazu startet man das frisch kopierte Programm TEXSHELL.PRG. Die (meistens
- zwei) Fehlermeldungen wegen nicht gefundener Setup-Dateien ignoriert man.
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- 9. Im Menü "Konfiguration" wählt man den Eintrag "Pfade setzen" an. In dieser
- Dialogbox müssen nun die Orte, an denen die Programme TeX.TTP (einschließlich
- der dazugehörigen Datei TEXSETUP) sowie METAFONT.PRG (mit MFSETUP) stehen,
- eingetragen werden. Wenn man z.B. die Zeile "TeX-Pfad" anklickt, erscheint
- eine Fileselektorbox, in der man den entsprechenden Pfad auswählt. Es ist
- sinnvoll, hier auch gleich den IMG-Pfad (Ort der IMG-Grafiken), den Zeichen-
- satzpfad (PRTFONTS) sowie den Druckerpfad (Druckertreiber) einzustellen.
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- Achtung: In neueren Shell-Versionen gibt es jetzt den Pfad "Hilfsprogramme".
- Unter diesem Pfad werden die Programme MakeIndex, BibTeX, GloTeX und IMGtoTeX
- gesucht. Wer diese verwendet, möge also bitte darauf achten, daß auch dieser
- Pfad richtig eingestellt ist.
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- Wer eine bereits installierte TeX-Shell verwenden will, muß nur den METAFONT-
- Pfad neu einstellen, der Rest sollte bereits passen.
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- 10. Die neu eingestellten Pfade werden nun abgespeichert, indem im Menü
- "Datei" der Eintrag "beenden mit abspeichern" ausgewählt wird. ACHTUNG: es
- reicht in diesem Fall *nicht*, den Menüpunkt "Konf. speichern" anzuwählen,
- weil dadurch u.a. die gerade lokalisierten Setup-Dateien nicht eingelesen
- werden. Also auf jeden Fall die Shell verlassen, und ggfs. nochmal neu
- starten, falls man gleich loslegen will.
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- 11. Jetzt ist das System komplett installiert. Es empfiehlt sich nun, die
- im Ordner DOC gespeicherten Anleitungen durchzusehen und zumindest die META-
- FONT-Anleitung MF_MAN.TEX oder MF_MAN.DVI, falls man kein TeX mit dem NFSS
- (New Font Selection Scheme von Mittelbach und Schöpf) installiert hat, auszu-
- drucken und durchzulesen. Besitzer älterer METAFONT-Versionen sollten kurz
- in CHANGES.DOC nachlesen, was sich geändert hat. Wer sich registrieren lassen
- will, druckt am besten das ausgefüllte FORMULAR.DOC aus und schickt es an
- mich. Der Versand über email ist auch möglich, aber nicht so sicher. Wer das
- Installations-Skript METAFONT.INS ändern will/muß, findet in INSTALL.DOC eine
- genaue Anleitung zum INSTALL.PRG. Einen Überblick über die neuen Möglichkeiten
- von METAFONT 2.x gibt NEW_MF.DOC. Eine veraltete Dokumentation der Syntax
- von METAFONT-Dateien gibt SYNTAX.TEX, siehe dazu auch die Datei SYNTAX.INF.
- Wer jetzt noch nicht genug von METAFONT hat, sollte in der Datei DISKLIST.DOC
- nachsehen, was es sonst noch an Programmen und Zeichensätzen gibt. Wer mehr
- über das NFSS (New Font Selection Scheme) wissen möchte, sollte sich den
- Kommentar am Anfang von MF_MAN.TEX durchlesen.
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- Viel Spaß mit METAFONT,
- Lutz Birkhahn
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